Mittwoch, 27. Februar 2013
 In diesem Jahr gibt es die einmalige Möglichkeit, an dem ersten Jugger-Event in Schweden teilzunehmen -- und nicht irgendwo, sondern passend zum Land auf dem Heavy-Metal-Festival Metallsvenskan.
Metallsvenskan kombiniert Konzerte mit einem Fußball-Turnier der Bands gegen die örtlichen Vereine in der Stadt Örebro. Und in der Pause vor dem Finale wird Jugger vorgestellt (=gespielt und dabei erklärt); im Anschluß an das Fußballspiel kann dann auf dem Hauptfeld weitergejuggert werden. Und natürlich wird die Atmosphäre stimmen: Ein Rahmen aus gewaltiger Musik und Feuer wird die Jugger-Vorführung begleiten.
Juggerteams (auch Mixteams natürlich) erhalten ermäßigten Eintritt bzw. kommen kostenlos rein, wenn sie nur zum Jugger kommen. Bitte baldmöglichst im Forum Bescheid geben, wer noch kommen möchte und kann!
Diskussion und Infos, wer aus Deutschland kommen wird (bislang 13 feste und mehrere vage Anmeldungen) im Forum.
Alle Infos im Jugger-Wiki.
Und hier die Seite auf Facebook.
Dienstag, 26. Februar 2013
 Anläßlich der wohl anstehenden Vongrundauf-Überarbeitung des Regelwerks nun die vielleicht letzte Fassung von Uhus Kommentar zum Juggerregelwerk. Der steht zum Download bereit, ergänzt um die Historie und einige aktuell aufgekommene Regelfragen.
Wie immer nur die private Meinung des Namensgebers, soll der Kommentar einen guten Überblick über die laufenden Diskussionen, Unschärfen und Mißverständnisse geben.
⇒ Zum Download
Viel Vergnügen!
Sonntag, 17. Februar 2013
Das Regelwerk der deutschen Jugger-Gemeinschaft ist über die Jahre ständig überarbeitet und behutsam mittels Regeldiskussionen und -wahlen angepasst worden (zur Geschichte siehe das Jugger-Wiki und ausführlicher in Uhus finest-assorted Weblog Droppings).
Nun ist die Zeit gekommen, es rundum aufzupolieren, sodaß es auch für Neulinge einfacher lesbar ist. Hierfür soll nun eine kleine Arbeitsgruppe gebildet werden, die diese Überarbeitung (die ausdrücklich keine Regeländerungen umfassen soll) in Angriff nimmt. Mehr dazu im Jugger-Forum.
Montag, 11. Juni 2012
!!Achtung: Nur noch bis Ende Juni!!
Der Freie Falke Linus hatte vor einiger Zeit ein ganz hervorragendes Stimmungs-Video zu Jugger gedreht. Wie er schreibt:
Für das Video habe ich mit einer mittelmäßigen Kamera über 3std Turniermaterial vom Rand aus gesammelt. Also eigentlich kein Wunder, dass es für jeden Neuling zu chaotisch aussieht, um ernsthaft etwas damit anzufangen. Dennoch wurde das Video weltweit zu Präsentationszwecken genutzt, einfach weil es viel actionlastiger ist, als die bisherigen Mitschnitte.
Nun würde er sich gern einem (noch besser gemachten) zweiten Video widmen, wofür er zwei Kameraleute und jede Menge geliehene Filmausrüstung, sowie natürlich einen Haufen Zeit braucht.
Um nun ein solches zweites Video machen zu können, wendet er sich an Euch, die Jugger-Gemeinschaft, mit der Frage, ob ihr ihn dafür finanziell unterstützen möchtet. Ich persönlcih finde die Idee sehr gut, denn: Zum einen unterstützt es die Idee des "Crowdfunding", also der Schwarmfinanzierung; zum anderen macht er einfach ganz hervorragende Arbeit, das Video dürfte für uns eine großartige Erinnerung sein. Wer Interesse hat, kontaktiere ihn, er hat eine ausführliche Projektbeschreibung für Euch als PDF zur Hand.
Genug der Worte, hier ist seine Beschreibung:
Der Grund für mein Schreiben ist, dass ich ein Budget von 500€ benötige und dieses möchte ich mittels Eurer Unterstützung zusammenbekommen. Auf dem letzten Turnier hatte ich bereits die Gelegenheit mit einigen von euch persönlich zu sprechen (...) Das nächste Video soll nun genauso wie das letzte die Geschwindigkeit des Sports und das "Gefühl" auf dem Feld wiedergeben, ohne dabei so unübersichtlich zu werden.
An einem richtigen Drehtag wird mit 2-3 Kameras gleichzeitig ein teilweise gestelltes Spiel zwischen zwei Mannschaften gefilmt. Dabei sind die
Kameras auch mitten auf dem Feld und können so viel interessantere Perspektiven einfangen als das übliche Mitschwenken vom Rand. Da man so auch die Bewegungen eines einzelnen Spieler (z.B. eines Läufers) im gesamten Spielzug verfolgen kann, sollte es für Betrachter schnell offensichtlich werden worum es a) im gesamten Spiel und b) bei jeder
Position geht.
Mit dieser Methode erhält man also ein actionreiches Erklärvideo, das komplett auf sprödes "Dies ist eine Pompfe. Es geht darum..." verzichten kann. Von der Sorte gibt es schließlich ein gutes Dutzend im Netz.
Seine komplette Ausschreibung findet sich ⇒ hier als PDF.
Dienstag, 8. Mai 2012
Die zweite Abstimmung über Änderungen am Jugger-Regelwerk ist am Wochenende mit dem Ende der Beta-Phase abgeschlossen worden. Das fortan gültige Regelwerk Fassung 3.0 findet sich wie immer unter Regeln bei jugger.org.
Diese Regelabstimmung ist auch für mich eine besondere Sache gewesen: Sie ist meine letzte "Amtshandlung" als Hüter und Bewahrer des Hauptregelwerks der deutschen Jugger-Gemeinschaft. Grund genug, einen Blick zurück zu werfen.
Item. Änderungen. Kommentar des Hüters
Insgesamt konnten sich überwiegend jene Dinge durchsetzen, die bereits seit einiger Zeit mehr oder weniger Usus sind, oder die Sachverhalte klären.
Segmentum I. Einige wichtige Änderungen (nicht vollständig)
Kettentreffer
Zwei Dinge ändern sich für Kettenspieler:
1. Die Wicklung: Anstelle einen Knicks von 90°, was, weil im Spiel sehr schwer zu erkennen, seit Langem Stein des Anstoßes ist, zählt nun neben dem Balltreffernur noch die Wicklung der Kette als Treffer: Die Kette muß so weit um eine Trefferzone herumschwingen, daß sie wieder zu sich selbst zurückreicht: Also eine geschlosene Form bildet. Die Einschätzung von "L"s und "U"s sind damit nicht mehr notwendig. M. E. eine das Spiel eindeutiger machende Regelung.
2. Das Fangen der Kette mit einer Pompfe. Sobald die Kette um eien Pompfe eine geschlossene Form gebildet hat, gilt sie als "gefangen" und der Fänger ist auch dann nicht abgeschlagen, wenn sie beim weiteren um-die-Pompfe-Schwingen den Fänger trifft. Bislang konnte ein Spieler durch eine um seine Pomfpe schwingende Kette bis zuletzt noch abgeschlagen werden.
Berliner Aufstehregel
Die in der Praxis wohl deutlichste Änderung ist die Übernahme der "Berliner Aufstehregel". Mit hauchdünner Mehrheit wurde sie gewählt. Ob es hier im weiteren Verlauf zur Abwandlung des "Hand auf den Rücken" aus Sicherheitsgründen zu anderen Formulierungen ("Oberkörper" oder dergleichen) kommen wird, wird sich finden.
Nach unserer vieljährigen Erfahrung hat diese Regel die Diskussionen um das Aufstehen praktisch beendet. Zugleich kam es auch nicht zu "Dauerdoppeln", wie sie in der Regeldiskussion befürchtet worden sind.
Angemerkt sei noch, daß nun das Aufstehen nach dem Pin mit dem nächsten erklingenden Taktschlag eindeutig definiert wurde.
Schlagflächenpolsterung
Die Dicke der Schlagflächen (nicht Blockflächen-) - Polsterung ist nun klar geregelt. Was bisher bei Pompfenchecks wohl gang und gäbe war, ist damit festgeschrieben: Der Kernstab darf bei moderatem Daumendruck nicht spürbar sein. Die Unschärfe in der Formulierung ("moderat") gemahnt, wie ich finde sehr sinnvoll, an den gesunden Menschenverstand. Kritikpunkt kann hier allerdings sein, daß die Polsterung der Blockfläche nicht näher beschrieben wird.
Sonstige Polsterung
Auch die Frage nach der Polsterung des Griffendes ist gut gelöst worden. Dies verpflichtet auch keinesfalls zum Anbringen eines klobigen Knaufes; ein Stück Evazote und sicherndes Leder genügt, um das Kernstabende am Griff nicht mehr spürbar zu machen und zugleich den Griff auch am Ende stabil genug zu gestalten.
Es sei daran erinnert, daß bereits in der alten Fassung Manschetten zur Begrenzung der Griffläche bei Stab und Q-Tip vorgeschrieben waren, um die Reichweite effektiv zu begrenzen.
Autorität der Schiedsrichter
Der Willen der Teams ist durch eine weitere Formulierung gestärkt worden, die explizit besagt, daß nicht im Regelwerk definierte zu regelnde Umstände als erstes zwischen den Teams geklärt werden müssen. Es kam in der jüngeren Vergangenheit öfters vor, daß Schiedsrichter übereifrig ins Spiel eingegriffen haben und dadurch eher Unmut geschürt, denn den Spielverlauf positiv befördert hatten. Nun ist ein weiterer Hinweis enthalten, daß in erster Linie die Teams miteinander sprechen müssen. Das ist, so denke ich, ohnehin der beste Weg, um Mißstimmungen auszuräumen. Vom Mangel an wirklich sowohl kompetenten, als auch weitsichtigen Schiedsrichtern ganz zu schweigen.
Segmentum II. Neue Fragen
Ein paar Punkte werden noch nachträglicher Klärung bedürfen. Hier zeigt sich aber zugleich, daß ein allzu exaktes festhalten an Regeln der Sache abträglich ist: Im Gegensatz zu Maschinen besitzen wir einen Verstand, und den sollten wir auch benutzen.
Ein solcher Punkt ist die neue Detaillierung der Stechspitzen. Diese ausführliche Liste wurde en bloc eingereicht und bekam Zustimmung.
Spitzenpolsterung
Gut und richtig gemeint, aber für Präzisionisten nicht umsetzbar ist eine Formulierung: Nämlich, daß der Kernstab bei "jedem erdenklichen Druck" nicht durchstoßen darf. Ab einem gewissen Druck wird der Kernstab durch jede Polsterung stoßen, und wenn dafür ein Elefant um Hilfe gebeten werden muß. Ein Detail, das in der Praxis nicht weiter relevant sein dürfte, jedoch die Präzisen gewiß stören wird.
Item. Die Geschichte des Regelwerks und seiner Betreuer.
Segmentum I. Ursprünge
Während die Umsetzung von Jugger als spielbarer Sport laut eines Zeitzeugen auf das Jahr 1992 (Berlin) und gemäß einer Reihe von Teilnehmern auf das Jahr 1993/94 (Dilettanten/Hamburg-Heidelberg) zurückgeht*, ist nach meiner Kenntnis die erste Schriftquelle mit dem mehrseitigen Hamburger Regelwerk aus dem Jahre 1997 erhalten. Von 1998 ist eine zweiseitige Berliner Regelzusammenfassung überliefert.
Die Jugger-Gemeinschaft begann etwa um die Jahrtausendwende herum stark zu wachsen. Damit Wettkämpfe gegeneinander ausgetragen werden konnten, war ein gemeinsames Regelwerk vonnöten – aber die unterschiedlichen Entwicklungsströmungen konnten sich augenscheinlich nicht so recht auf eine Fassung einigen. So bestanden mehrere "Hausregeln", beispielsweise die Kettentreffer-Strafzeit von 8 bzw. 10 Steinen nach Berliner bzw. Hamburger Spielart (die Berliner Strafzeit war die als offiziell im Regelwerk allgemeingültig eingetragene). Es scheint überwiegend jene Fassung genutzt worden zu sein,die auf der seinerzeit bekanntesten und ausführlichsten Internetseite über Jugger zu finden war, die auf jugger.de. An diesem Regelwerk hatten laut Zeitzeugenaussage* auch die verschiedenen Fraktionen mitgewirkt.
Segmentum II. Die pragmatische Überarbeitung
Nach dem Hochkochen der Spannungen zwischen den verschiedenen Fraktionen und ellenlangen, teilweise sehr hitzig geführten Diskussionen im damaligen gemeinsamen Diskussionsforum, das seinerzeit noch vom Bayrischen Team Drachenblut betrieben wurde, startete um 2006/2007 mutmaßlich der Hamburger Spieler Askan die Initiative, eine grundsätzliche Überarbeitung der jugger.de-Fassung des Regelwerks vorzunehmen, um eine wirklich gemeinsame Basis zu erhalten. Ausführlich wurden einzelne Regeln diskutiert und zerlegt, interpretiert und umformuliert. Jakob von damals noch Rigor Mortis Berlin, heute Zonenkinder Jena übernahm die Einarbeitung dessen, was im Forum als Konsens gefunden worden war. Hier zeigte sich allerdings bereits die Schwäche der Online-Diskussionsforen: Was genau Konsens war, was mehrheitsfähig und was einfach nur oft genug geschrieben war, war schwierig nachzuvollziehen. Aber immerhin gab es nun das erste Jugger-Regelwerk, das wenigstens von den engagierteren Vertretern des Sports durchdiskutiert worden war. Nicht perfekt, aber ein wichtiger Schritt; auch hinsichtlich der Abkühlung historischer Konflikte, da sowohl Berlin, als auch Hamburg/Heidelberg etc. daran mitgewirkt hatten.
Da ich selber bereits im Drachenblut-Forum vermittelnd auf die Disputanten einzuwirken versucht und beide Seiten für die Recherchen des ersten Jugger-Buchs gehört hatte, war ich bereits mit der komplizierten Sachlage vertraut und erbot mich, eine erste Rechtschreibkorrektur und Formatierung des Regelwerks vorzunehmen, worin es orthographisch allerdings dermaßen wild zuging, daß es einige Versionen brauchte, bis eine weitlichst fehlerfreie Fassung erzeugt war (Korrektorat ist nicht zuletzt eine Frage des möglichen Zeitaufwands). Dadurch rutschte ich unvermittelt in die Rolle des Hüters des Regelwerks -- oder "Regelbewahrers" -- hinein, sicherlich auch deswegen, da ich durch den Hamburg-Berlinischen Konflikt vergleichsweise unvorbelastet war.
Segmentum III. Problem: Der Mangel an demokratischer Partizipation
Nun war dieser Zustand sicherlich besser als die Urfassungen. Aber er war unbefriedigend, denn ich war rein durch mein Engagement in diese Rolle gerutscht, ohne daß es eine demokratische Legitimation gegeben hätte, ganz wie es bei der Überarbeitung des Regelwerks der Fall gewesen war: Es handelte sich nur um eine Art stillschweigender Übereinkunft. Das Hauptproblem aber war, daß es gar keine auch nur annähernd demokratisch strukturierte Instanz gab. Da war letztlich nur ein Diskussionsforum, und wer sich mit Meinungsbildung bei diesem Medium auseinandergesetzt hat, der weiß, daß es als Instrument zur wirklichen Konsensfindung einer größeren Gemeinschaft schlicht versagt. Es werden die gehört, die am meisten, am lautesten, am eindringlichsten, am gewieftesten, am dramatischsten schreiben; hingegen werden ausgerechnet jene schnell ignoriert, die zwar Sachverstand und Kompetenz besitzen, aber keine Zeit oder kein Gespür für Online-Foren haben. Diskussionen beginnen sich im Kreis zu drehen, Positionen verhärten sich, und die Maschine kommt zum Stillstand.
Es war also nicht möglich, wirklich legitime Änderungen am Regelwerk vorzunehmen. Mir blieb nichts anderes übrig, als mich auf das Ausmerzen von Widersprüchen und offensichtlichen Fehlern zu beschränken und für die Transparenz der Sache eine Änderungstabelle zu führen, in der jeder Änderungsvorgang verzeichnet ist.
Segmentum IV. Der Weg der Mitbestimmung: Die erste Abstimmung
2009 wurde das ganze mit dem Anwachsen der Gemeinschaft virulent. Die Übergabe des Regelwerks in die Hände eines Ausschusses kam nicht in Frage, da es keinen Ausschuß gab, der über die erforderliche Legitimität und Anerkennung für diese tiefgreifende Aufgabe verfügt hätte. Wer die Diskussionen um Liga-Gremium und Verband kennt, weiß, wie umstritten Strukturbildungen in der Gemeinschaft immernoch sind. Es mußte also ein anderes Verfahren her.
Schließlich brachte Hahn von den Heidelberg Hobbiz einen Vorschlag ein, wie eine Abstimmung vonstatten gehen könnte. Dieser Vorschlag wurde im neuen gemeinsamen Forum ausführlich diskutiert. Schließlich kam ein Verfahren dabei heraus, das aufwändig, aber möglichst transparent und in viele kleine Einzelschritte gegliedert war, und das alle aktiveren Teams mit einbezog. natürlich ist der Passus "aktivere Teams" bereits eine Sollbruchstelle, jedoch wurde hier die Meßlatte mit 3 Turnieren so tief gehängt, daß die meisten Aktiven tatsächlich auch dabei sein konnten. Es war ein erster Versuch, und wie ich meine, ein ziemlich guter: So wurde gemeinsam die Überarbeitung des Regelwerks in Angriff genommen.
Zuerst wurden Vorschläge gesammelt, dann Mails an alle qualifizierten Teams versendet, damit auch jene, die nicht im Forum aktiv waren (uns ein besonderes Anliegen), erreicht würden; nach einer Diskussionsfrist wurden die abstimmfertigen Vorschläge gesammelt und Stimmzettel wurden erstellt, als einfacher Mailtext mit eckigen Klammern bei den Optionen zum Ankreuzen. Wiederum nach einer Frist wurde der Rücklauf ausgezählt, und zwar von Hahn und mir getrennt. Eine weitere Sicherheitsleine sollte das Verfahren selber legitimieren: Würden weniger als 75% aller angeschriebenen und als aktiv bekannten Teams einen Stimmzettel schicken, würde das Verfahren als nicht funktionsfähig abgebrochen werden.
Leider krankt die Juggergemeinschaft daran, daß viele Teams recht träge sind und immer wieder erinnert werden mußten. Es ist zwar leicht, nach Demokratie und Mitbestimmung zu rufen, aber für einige ist es dann offenbar zu schwer, die damit verbundene Pflicht zur Mitwirkung – in Gestalt einfacher rechtzeitiger Rücksendung – einzuhalten. Ein konsumistisches Grundübel des Menschen, nehme ich an: Die Bequemlichkeit.
Jedenfalls kamen schließlich genügend Stimmen zusammen, damit die Wahl Gültigkeit erhielt. Die gewählten Regeländerungen wurden eingearbeitet und neben allen Stimmzetteln auch die Alpha-Fassung online gestellt, die in einem letzten Schritt von der Gemeinschaft überprüft werden konnte. Als Nachteil erwies sich, daß Formulierungen 1:1 in die Stimmzettel übernommen wurden, da nun bei mehreren sehr ähnlich klingenden Formulierungen auch solche Punkte durch Streuung der Stimmen nicht gewählt wurden, die an sich von einer Mehrheit befürwortet wurden.
Erst jetzt, nach der Kontrolldurchsicht, ersetzte die Fassung 2 die vor der Wahl gültige, letzte Fassung des Regelwerks.
Segmentum V. Die zweite Regelabstimmung
2011/12 wurde das Verfahren wiederholt, auch da sich niemand um die Ausarbeitung eines besseren Verfahrens bemüht und das alte sich nach unserer Meinung und auch mangels Kritik eben bewährt hatte. Zwei Dinge waren anders: Wir behielten uns vor, Formulierungen aufzusplitten, damit sich nicht zu viele ähnliche Optionen blockierten, was auch ohne Kritik akzeptiert wurde; wo genügend Stimmen für eine Änderung hereinkamen, jedoch zu wenige pro ähnlicher Änderungsformulierung, schlossen wir eine Stichwahl an. Außerdem ich stellte mein Amt als Hüter des Regelwerks zur Wahl. Leider fand sich kein Kandidat für meine Nachfolge, und so wird Hahn das Regelwerk kommissarisch weiterbetreuen und hat bereits Zuspruch von meiner Ansicht nach kompetenten Spielern, ihn dabei zu unterstützen. Da zum Ablauf der Abgabefrist noch ein Stimmzettel zum Erreichen der erforderlichen 75% fehlte, beschlossen wir, den Termin um einige Tage zu verlängern; ein Umstand, der uns von einer Person zwar vorgeworfen wurde (wir würden Spielchen spielen), hinter dem wir aber mit gutem Gewissen stehen können, da wir weder Stimmen manipuliert haben (und auch den Abstimmungsstand zu dem Zeitpunkt noch nicht kannten) noch da Verfahren übermäßig strapazierten; es wurde schlicht den trägeren Teams ermöglicht, ihr Stimmrecht noch wahrzunehmen. Die Alternative wäre gewesen, trotz fast 75% Beteiligung das gesamte, höchst aufwändige Verfahren, in das viele viel zeit investiert hatten, komplett aufzulösen. Dies hielt (und halte) ich für nicht verhältnismäßig: So viel Pragmatik muß sein; wir leben nun einmal in keiner idealen Welt.
Segmentum VI. Schlußwort
Mit der Veröffentlichung von Fassung 3.0 des Juggerregelwerks übergebe ich hiermit den Staffelstab an Hahn. Bleibt mir nur noch, ihm Erfolg und gute Vermittlung zu wünschen; und der Gemeinschaft, daß sie nicht der Versuchung erliegt, jede nur denkbare Regelfuchserei auszuschließen und sich damit durch endlose Paragraphen ihr eigenes Gefängnis aufzubauen.
Jugger lebt von Fairness und Offenheit, und diese menschlichen Züge lasen sich nicht durch Gesetzestexte erzwingen. Sie müssen aus uns selber heraus wirken.
Es verabschiedet sich mit einem fröhlichen Huhu und Kiää
der Uhu
Schild des Teams Falco jugger
Item. Download
Das aktuelle Regelwerk findet sich wie immer unter http://jugger.org, ebenso wie alle Fassungen seit 2007 und einige Urfassungen.
*) Siehe Wickenhäuser, Jugger. Der Endzeit-Sport, Archiv der Jugendkulturen 2010, S. 27 ff. und einzelne Interviews, sowie " Jugger-Historie"
**) Lt. digitaler Dokumente der HH/HE-Fraktion im Besitz des Verf.
Sonntag, 5. Februar 2012
Am 1. Februar wurde im Jugger Community Forum die Idee der openjuggerleague vorgestellt, welche im Süden Deutschland in den letzten Monaten entwickelt wurde. Vorgestellt und unterstützt wird diese Idee dabei von Pink Pain, Hobbiz, Jukk|er und S.P.A.T.
Das vorgestellte Konzept sieht eine Liga vor, die es den Mannschaften freilässt wann sie ihre Ligaspiele austragen, so lange eine dritte Partei als Zeuge dabei ist können Mannschaften ein Spiel als Ligaspiel der openjuggerleague austragen. Aber natürlich gibt es auch die Möglichkeit ein Turnier als openjuggerleague-Turnier auszurichten, dann ist jedes Spiel zwischen zwei Ligamannschaften ein Ligaspiel.
Im weiteren Konzept ist die openjuggerleague auch sehr flexibel, so ist söldnern kein Problem und muss einfach nur zwischen den beiden Mannschaften abgesprochen werden. Auch abhängig von den Mannschaften ist der Einsatz von Schiedsrichtern, wenn beide Mannschaften es so wollen sieht das Konzept vor, dass Ligaspiele auch ohne Schiedsrichter stattfinden können.
Gespielt wird nach dem jeweils aktuellen allgemeinen Regelwerk der Jugger Community. Problematisch könnte aber noch werden, dass das erste Playoff zwischen den vier besten Mannschaften auf der deutschen Meisterschaft stattfinden soll, da das Finale der openjuggerleague ein Spiel mit 3x100 Steinen vorsieht, was im laufenden Spielbetrieb der deutschen Meisterschaft etwas problematisch sein könnte.
Alles in allem ist das vorgestellte Konzept darauf ausgelegt möglichst einen unkomplizierten und entspannten Ablauf der Liga zu gewährleisten. Das 'Fair Play' ist am wichtigsten und Regelklauberei wird schon direkt im Vorwort für 'regelwidrig' erklärt.
Donnerstag, 3. November 2011
Alle qualifizierten Teams für die Abstimmung über Änderungen am Regelwerk wurden heute angeschrieben.
Bitte Eingang bestätigen, ggfs. korrekte Adresse melden, danke!
Die Mailadresse für die Abstimmung lautet regelwahl_jugger auf gmx (de). mails dorthin erreichen die beiden Koordinatoren der Wahl, Hahn und Uhu. Über diese Adresse werden auch alle mails bezüglich der Durchführung der Wahl an die qualifizierten Teams versendet.
Details zur Wahl sind im Forum nachzulesen.
Dienstag, 25. Oktober 2011
Ab sofort kann jede Juggergruppe ihre Trainingszeiten aktuell an den Account " @juggertraining" tweeten.
Dann haben wir da eine übersichtliche Sammelstelle für alle Trainings-Nachrichten, die abbonniert oder auch einfach in ein Weblog eingebunden werden kann.
Der Account wird derzeit von Nalf und mir verwaltet. Wir werden Twitter-Trainingsnachrichten retweeten, sobald wir sie gefunden haben ... schneller geht es mit einem @.
Donnerstag, 25. August 2011
Heute Abend ging eine Mail an alle Jugger heraus (deren Mailadresse verfügbar war) betreffs eines Vorhabens, das zweifellos für so manche Diskussion sorgen wird. Und zwar haben sich einige Berliner überlegt, die Gründung eines Verbandes anzuregen und dazu konkrete Vorschläge zu machen.
Besonders betont wird dabei, daß es sich um einen gemeinsamen Gestaltungsprozess handeln soll: Also ohne Vorschrift "von oben", sondern im Rahmen von Konsensabstimmungen bei der Verbandsgründung. An dieser Stelle erst einmal der Brief. Meine eigene Sicht der Dinge werde ich (auch) im Fanzine zur DM darlegen. Ich bin an der Sache im Wesentlichen beratend beteiligt. Die Veröffentlichung hier im Blog erfolgt im Auftrag.
Meine eigene Meinung dazu werde ich im Fanzine ausführlich darlegen; eine erste Stellungnahme steht in Uhus finest-assorted Weblog Droppings.
Verehrte Juggergemeinde,
immer wieder geistert der Gedanke durch das Forum und durch die Köpfe von Spielerinnen und Spielern auf Turnieren: Wir haben eine große Jugger-Gemeinschaft, die sich auch übers Forum austauschen kann, die aber eigentlich keine Möglichkeit hat, wirklich gemeinsame Entscheidungen zu fällen; die Abstimmung #252;bers Regelwerk ist die Ausnahme und illustriert zugleich, wie schwer und umständlich das zu machen ist.
Viele Teams haben den Wunsch, Jugger mit Spaß, aber auch mit sportlicherem Anspruch zu betreiben. Andere bevorzugen eine offene Struktur, aber selbst jene wünschen sich häufig eine einheitliche Spielform auf Turnieren. Deswegen möchten wir alle Jugger-Vereine und -abteilungen herzlich dazu einladen, gemeinsam auf einem Gründungstreffen den Rahmen für einen Jugger-Verband zu gestalten. Dieser Verband soll sich ausdrücklich an die sportlich interessierten Jugger richten und nicht etwa über die anderen Jugger bestimmen! Wer mitmacht, ist von den Entscheidungen des Verbandes betroffen (und fällt sie mit), und wer keine Lust hat, nicht.
Der Aufruf erfolgt jetzt schon, damit darüber noch auf den wenigstens drei letzten Turnieren der Saison (inklusive der DM) beim Grillen geschnackt werden kann. Die Entscheidungen auf dem Gründungstreffen wollen wir als Konsens (=einstimmig) fällen, also nicht nach einem mehr oder minder willkürlichen Mehrheits-Abstimmungsmodus (wir wollen die Frage vermeiden, ob große Vereine auf dem Gründungstreffen schon mehr Stimmen haben sollen als kleine, und wenn ja, wie viele oder auch nicht usw.).
Durch die Gründung des Verbandes wollen wir erreichen, daß sich alle Jugger-Vereine Deutschlands, die Interesse daran haben, persönlich auch über kniffelige Fragen des Sports austauschen und vielleicht auch koordinierte Aktionen machen zu können. Anstatt mehr oder weniger fruchtlose Diskussionen im Forum führen zu müssen, kann so in der direkten Diskussion eine Klärung erreicht werden. Das bedeutet auch: Alle haben das gleiche Mitspracherecht, es handelt sich also keineswegs um eine Bevormundung "aus Berlin". Der Verband soll ein gemeinsames Kind von uns allen sein.
ABER IST ES NICHT ZU FRÜH FÜR SOETWAS? Wir glauben nicht. Noch ist die Gemeinschaft, gerade der vereinsmäßig organisierten Jugger, überschaubar - gerade jetzt kann eine fruchtbare Grundlage gelegt werden. So, wie die Gemeinschaft wächst, kann der Verband mitwachsen. Der Wunsch klingt ja auch jetzt schon an vielen Stellen durch.
UND WARUM NUR VEREINE? IST DAS NICHT ZU EXKLUSIV? Dies erschließt sich aus der Natur eines Sportverbandes. Ein Verein stellt die unseres Erachtens geeignetste Meßlatte für das Interesse an der Mitwirkung an einem Verband dar - wer einen Verein gründet oder Juggerabteilung in einem Sportverein ist, hat sein Interesse an Jugger objektiv meßbar bewiesen. Somit entfallen schwammige Regelungen wie "X Turniere im letzten Jahr". Warum gerade X? Warum nur im letzten Jahr? Und was zählt denn als Turnier? Mit "Verein" haben wir ein eindeutiges Kriterium an der Hand. Zudem gibt es bereits zahlreiche Jugger-Vereine bzw. Abteilungen, und es werden immer mehr. Andererseits sind sie nicht so zahlreich, daß die Zahl der Vertreter auf dem Treffen eine produktive Gründungsdiskussion sprengen würde. Wir sind überzeugt, daß wir heute schon genügend engagierte vereine in Deutschland haben, um einen Verband zu tragen!
UND WAS SOLL DER VERBAND NUN TUN? Unsere Vorschläge (!) lauten: - Alle Entscheidungen dieses Verbandes werden nur für seine Mitglieder gelten, natürlich nicht etwa für freie Juggergruppen oder gar die ganze Jugger-Gemeinschaft. - Der Verband wird jungen Vereinen helfen, den sportlichen Aspekt herauszustellen und damit bspw. leichter an Hallenzeiten, formelle Anerkennung bei Ämtern usw. zu gelangen (Anerkennung als "echter Sport"). - Der Verband soll es den daran Interessierten ermöglichen, einen wirklich eindeutig vergleichbaren Wettbewerb zwischen seinen Mitgliedern zu schaffen. - Eine Verbandsinterne Liga, auf der sich alle Mitgliedsvereine miteinander messen können, ohne Externteams, um eine eindeutige, nicht rechnerisch beeinflußbare Tabelle über die sportliche Leistung zu
erzeugen. Wir schlagen vor (!), die Ligaspiele auf zwei Turnieren im Jahr auszuspielen, auf denen sämtliche Ligateams anwesend sind und jeder gegen jeden spielen wird (Hin- und Rückrunde). Mehr dazu später. Die derzeitige (offene) Liga ist davon nicht betroffen, da Verbandsteams auch dort spielen können, aber keine Externteams in der Verbandsliga spielen. - Die Ausrichtung eines großen offenen Turniers. - Die Anfahrt zu den Verbandssitzungen soll für die Vereinsvertreter aus den Mitteln des Verbandes bezuschußt werden. Um diese Mittel einzuholen, schlagen wir vor, daß die Vereine 1€ pro Mitglied an den Verbandzahlen. Die Einnahmen werden auch für die technischen Notwendigkeiten (Domainmiete für Webseite, ggf. Steuerberater etc.) benötigt.
WIE VIELE? STIMMGEWICHT? Je Verein bzw. Abteilung möchten wir zwei Vertretende einladen, zum Treffen zu kommen, um dort die Position ihres Vereins darzulegen und zu diskutieren. Mehr ist zu diesem Zeitpunkt
nicht zweckmäßig, damit eine fruchtbare Diskussion möglich ist und nicht eine Meinung Übergewicht durch mehr Vertreterinnen und Vertreter erhält. Die Abstimmungen würden wir wie gesagt gern einstimmig entscheiden.
THEMEN? KONTAKT? Neben den hier und in dem beigefügten Handzettel aufgeführten Themen könnt Ihr Themen im passenden Thread im jugger.org-Forum posten. Der Verbandsthread ist für Teilnehmende am Gründungstreffen gedacht, um eigene Vorschläge einzubringen. Wir haben die temporäre Weiterleitungs-Mailadresse verbandsstart at juggerblog.net eingerichtet.
Mails dorthin gehen an uns alle, die Adresse werden wir nach dem Gründungstreffen wieder löschen.
WANN UND WO? Das Gründungstreffen, und die Diskussion über alle Punkte (natürlich auch über Satzung und Ordnungen, wie wir sie im Anhang dieser Mail vorschlagen) soll am --> 19. November ab Vormittag <-- stattfinden. Natürlich steht Euch Berlin als Veranstaltungsort zur Verfügung. Wenn eine andere Stadt jedoch das Treffen ausrichten möchte, so melde es sich! Wer Lust darauf hat, dieses kleine Abenteuer zu wagen, der möge kommen. Und wer von einer Verbandsidee nichts hält, der braucht sich nicht daran zu stören - es wird ihn nicht betreffen.Diskussion bitte dort: im Forum
Freitag, 19. August 2011
Es ist wiedermal soweit, über die Zeit haben sich Änderungsvorschläge und -wünsche angesammelt, die eine neue Abstimmungsrunde erfordern. Für mich ist das (leider) die letzte "Amtshandlung", ehe ich nach fünf Jahren das Hüteramt abgeben werde.
Bitte besprecht mit Eueren Teams, welche Ändeurngen notwendig sind. Unser Regelwerk ist schließlich nur so gut, wie die Gemeinschaft aktiv ist.
Der Ablauf steht im Forum hier geschrieben.
Die Sammlung der Änderungswünsche, über die dann abgestimmt werden soll, findet sich hier.
Eine etwas übersichtlichere Zusammenfassung steht zudem im Jugger-Wiki.
Samstag, 16. April 2011
Anläßlich der Veröffentlichung des NRW-Regelwerks finden sich bei Uhus finest-assorted Jugger Droppings einige Gedanken zur Frage der Änderungen und Korrekturen am Hauptregelwerk.
Themen dort:

- Mittelweg: "Kommentare"?
- Das deutschlandweite Regelwerk
- Korrekturen, Kritik am bundesweiten Regelwerk
- Regionale Optionen
- Änderungsvorschläge
- Mögliche Änderungen der Vorgehensweise zur Abstimmung
- Nächste Überarbeitung und Abstimmung
... weiterlesen
Es sei nochmal herzlich dazu eingeladen, Fehler, Widersprüche und dergleichen im Forum zu schreiben oder per Mail/PN dem Uhu direkt mitzuteilen, damit sie entsprechend korrigiert bzw. für weitere Änderungsrunden übernommen werden können.
Sonntag, 3. April 2011
Es gibt nun auch einen Podcast über Jugger, dieser ist von @nalfion aus Münster und @Fiedie aus Augsburg und soll alle zwei Wochen erscheinen.
In der ersten Folge die seit kurzem online ist geht es erstmal darum was Jugger ist und wo man sich im Internet weiter über Jugger informieren kann, gefolgt von einem kurzen Bericht aus dem NRW-Gremium.
Zum Kontakt aufnehmen für Anregungen, Kritik, Themenwünsche kann man die Kommentare auf der Website des Podcasts, die Facebook Seite (diese muss leider noch gesucht werden) oder den Twitter Account benutzen.
Samstag, 2. April 2011
Heute trafen sich zum dritten Mal die Teams aus NRW in Hagen zum so genannten NRW-Gremium.
Anwesend waren die Teams aus Münster, Duisburg, Lippstadt, Hagen und Wuppertal. Eingeladen war noch das Team aus Paderborn, welches bei früheren Treffen schon dabei war, dieses war aber leider verhindert.
Als erster Punkt auf der Tagesordnung stand die Aufnahme von neuen Teams in das Gremium. Hier bewarb sich nur Wuppertal welche auch einstimmig aufgenommen wurden.
Weiter ging es mit einem Rückblick auf die gemeinsamen Trainingstermine welche in der Winterpause 2010/2011 stattgefunden hatten und auch nach der Saison 2011 in der Winterpause 2011/2012 wieder stattfinden sollen.
Weiterhin soll in dieser Winterpause ein erster Versuch einer NRW-Liga stattfinden, hierbei ist vorgesehen das jedes Team einmal gegen jedes spielen muss und dafür ein gewisser Zeitraum festgelegt wird, jedoch befindet sich ein genaues System hierfür in der Entwicklung, welches über die Saison 2011 vorbereitet wird.
Als nächste Termine für alle Anwesenden stehen das NRW-Turnier am 09.04.2011 in Duisburg und die RPC (Role Play Convention) am 07./08.05.2011 in Köln an.
Zum Schluss wurde noch beschlossen das man einen Termin für das nächste Treffen während des NRW-Turniers festlegt.
Das Protokoll dieser Sitzung folgt in einer Woche nachdem alle Teilnehmer gegengelesen haben.
Update: Hier nun das Protokoll der Sitzung.
Dienstag, 1. März 2011
 Es ist soweit, die Wahl zur Deutschen Meisterschaft 2011 - dem ersten von der Gemeinschaft per Wahl bestimmten Veranstaltungsort dieses Ereignisses - ist abgeschlossen!
Um die Deutsche Meisterschaft hatten sich zwei Städte beworben: Der traditionelle Ausrichter Berlin, der seit der ersten Deutschen Meisterschaft 1998 das Ereignis jährlich bis einschließlich der 13. Deutschen Meisterschaft 2010 ausgerichtet hat, und Waidhaus, dem oberpfälzer Hort von Drachenblut nahe der tschechischen Grenze, das auf eine lange Turniertradition seit 2000 zurückblickt. Lippstadt, das von vielen als möglicher Austragungsort gehandelt wurde, stellte sich nicht zur Wahl.
Nun waren alle Teams, die mehr als 5 Turniere besucht haben und noch aktiv sind, aufgerufen, zwischen den beiden Bewerbern zu wählen. Die Abstimmung endete am Montag um Mitternacht. Mit Spannung wurde das Ergebnis erwartet - wird es wieder Berlin sein, das auf über ein Jahrzehnt Erfahrung verweisen kann und das auch organisatorisch in den vergangenen Jahren stark vorgelegt habt? Oder wird es Waidhaus sein, das voller Euphorie eine Herausforderung aussprach und ein umfangreiches Programm verspricht?
(Ihr Neue-Medien-Spielverderber, es einfach so schnöde zu vertwitterraten ... tststs ... es gibt keinen Stil mehr auf der Welt.)
Das vorläufige "amtliche Endergebnis", ausgewertet von Euerem Geflügel, Hahn & Uhu Inc., lautet:
Es wurden 20 Stimmen abgegeben, davon war eine ungültig (Doppelabstimmung).
And the Winner is ...
... mit 12 zu 7 Stimmen ...
... Tusch bitte ...
...
... WAIDHAUS!
Herzlichen Glückwunsch! Waidhaus hat im Forum versprochen, neben der DM auch ihr reguläres Turnier im Sommer auszurichten. Wir dürfen gespannt sein.
Zur Nachvollziehbarkeit der Wahl sind die einzelnen Stimmen analog zur Regel-Abstimmung 2010 im Forum veröffentlicht worden.
/Euer Regelbewahrer Uhu und der fleißige Hahn. 
Samstag, 26. Februar 2011
Am Samstag den 05.03.2011 ist es wieder so weit: Diesmal in Lippstadt wird das Liga Gremium zusammentreten. Ein Gremium, dass 2010 aus dem Boden gestampft wurde und direkt Statuten aufgestellt hat welche für eine neue Liga galten, was natürlich auch viel Kritik bekommen hat und auch immer noch bekommt. Davon ist einiges gerechtfertigt. Der größte Kritikpunkt bist jetzt war, dass es ein nicht demokratisches Gremium ist. Am Anfang war das durchaus zutreffend, allerdings wurde das Gremium für das Jahr 2011 per Wahl gefunden; wohl eine der besten Entscheidungen, die dieses Gremium getroffen hat.
Leider lief auch diese Wahl nicht ganz fehlerfrei, was damit begann, dass das Gremium zwar festgelegt hatte, dass eine Wahl 2011 stattfindet, nicht aber mit welchem Wahlverfahren das geschieht. Das führte dazu, dass zwar jeder Jugger wusste, dass es eine Abstimmung geben wird aber niemand erahnen konnte, wie die Stimme abgegeben wird, bis es dann eine geheime Wahl gab. Das Problem dabei war nur, dass diese Wahl gar nicht so geheim war, wie sie hätte seien sollen: Erstmal gingen alle Stimmen zu nur einer Person.
Diese Tatsache löste eine große Diskussion aus, bei der sich der große Teil der zu dem Zeitpunkt im Amt befindlichen Gremiumsmitglieder raus hielt: Es waren nur ein paar wenige Leute, die die Diskussion mit dem Rest der Community geführt haben und sich dann um eine Lösung im Sinne aller bemühten. Leider sind es es immer die selben Leute die sich in die Diskussionen einbringen.
Hier gibt es einen großen Handlungs- und Verbbesserungsbedarf, wie so eine Wahl abläuft, denn es darf einfach nicht wieder passieren, dass eine geheime Wahl bei nur einer Person landet: Egal wie vertrauenswürdig diese Person ist, egal wie lange man eine Person kennt oder mit ihr zusammenarbeitet hat und auch egal, ob nach der Stimmabgabe noch jemand anderes mit auszählt oder nicht.
Es darf einfach nicht sein, dass irgendjemand, egal wer, Einblick darein hat, wie andere Personen wählen wenn es sich um eine geheime Wahl handelt.
Hier muss ein Verfahren her das eine geheime Wahl garantiert, oder noch besser: Einfach eine offene Wahl. Hier bräuchte man ein System wo bis zu einem gewissen Zeitpunkt die Wahlberechtigten ihre Stimmen abgeben können und diese nach diesem Zeitpunkt veröffentlicht werden. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das Gremium eine Arbeitsgruppe bildet, die dann so ein System zur Gremiumssitzung im Herbst entwickeln und auch technisch umsetzten.
Bei der Wahl dieses Jahr wurde im Nachhinein die Verteilung der Stimmen veröffentlicht und das ist auch wirklich gut geworden, allerdings fehlen bis heute die Ergebnisse der Stichwahlen. Bekannt ist nur wer die Stichwahl gewonnen hat, nicht aber wer wie viele Stimmen bekommen hat. Es ist lediglich erkennbar das Duisburg die Stichwahl gegen Hannover und Oldenburg verloren hat.
Dass das Ergebnis einer Wahl nun offen ist, ist schon sehr gut doch auch hier muss weiter gegangen werden: Es reicht nicht zu veröffentlichen, welche Gruppen gewählt wurden. Viel mehr muss auch veröffentlicht werden, wer für diese Gruppen das jeweilige Mandat wahrnehmen wird. Wenn es nur um die Interessen der einzelnen Städte gehen würde, müsste man diese Namen nicht veröffentlichen. Da es aber um die Interessen einer ganzen Gemeinschaft geht, ist es wichtig dass jeder Interessierte auch Zugang dazu hat, wer genau jetzt dort sein wird, am besten sogar inklusive Kontaktmöglichkeiten, hier würden die Forennamen schon ausreichen. Dies ist insofern wichtig, weil es durchaus sein kann dass die beiden Vertreter einer Stadt auch nicht einer Meinung sind und weil Interessenten klare Ansprechpartner brauchen die sie erreichen können, wenn man die Leute auf Turnieren trifft oder ihnen einfach nur eine E-Mail schreiben will.
Mit den Vertretern der Städte kommen wir zu einem weiteren Punkt, den das Gremium diskutieren sollte: Was ist wenn sich ein Team aktiv aufstellt, wie es bei dieser Wahl geschehen musste, sich dann aber nach der Wahl nicht meldet und keine Vertreter nennt?
Sollte dann ein bestimmter Zeitraum festgelegt werden in dem die Vertreter benannt sein müssen? Nach diesem Zeitraum wäre dann der nächste nicht gewählte Bewerber dran Vertreter zu benennen, da man ja davon ausgehen muss das eine Stadt, die keine Vertreter benennt, die Wahl nicht annimmt.
Ein weiteres Problem ist, dass zu viele Verantwortlichkeiten und Aufgaben bei nur einer Person liegen. Bevor ihr mir wieder vorwerft, ich würde Ace misstrauen: Ich persönlich vertraue Ace durchaus und schätze sehr wie er sich engagiert und bin ihm sehr dankbar dafür, vor allem für die Verwaltung von jugger.org.
Weiter glaube ich auch nicht, dass irgendein Fehler oder Missgeschick absichtlich geschehen ist. Ich denke vielmehr, dass jeder Fehler macht und das absolut normal ist und das es weiterhin gut ist, dass Fehler gemacht werden aber dann muss man daraus lernen.
Nun ist es so, dass einige Missgeschicke passiert sind, zum Beispiel dass in der offiziellen Version der ersten Statuten folgender Satz nicht drinsteht:
"Um im Streitfall Diskussionspunkte auch nach einem Ligaturnier adäquat regeln zu können, werden Schiedsgerichte einberufen."
In der online einsehbaren Version ist dieser Satz allerdings zu finden, obwohl im Protokoll der letzten Gremiumssitzung laut Protokoll nicht beschlossen wurde diesen Satz hinzuzufügen und es durchaus entscheidend sein kann, ob es sich nur auf Ligaturniere bezieht oder nicht. Denn wenn nicht, könnte man das Schiedsgericht auch anrufen wenn es um das Gremium selbst geht, was durchaus Sinn machen würde. Ein weiterer Punkt ist auch die E-Mail-Adresse gremium@jugger.org, denn diese geht nur an Ace, dabei sollte diese Adresse doch eigentlich das ganze Gremium erreichen. Eine automatische Weiterleitung an alle Gremiumsmitglieder wäre da angebracht, denn - egal durch wessen Hand es geht - es sollte bei Nachrichten, die an alle Gremiumsmitglieder gehen, keinen Mittelsmann geben, egal wer das ist.
Auch wenn ich hier jetzt sehr viel Kritik geäußert habe, bin ich doch allen Gremiumsmitgliedern sehr dankbar für ihre Arbeit, denn was sie leisten ist einiges an Aufwand und in meinen Augen ist es sehr wichtige Arbeit, die wegweisend für die Zukunft von Jugger sein wird. Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass es dabei nicht nur um die Liga selbst und die Teams die in ihr spielen geht: Es geht eher um die Entwicklung einer Sportart, die Strukturen braucht, an denen sie sich orientieren kann und bei der eine langfristige Entwicklung nicht aus den Augen verloren werden darf. Hierbei muss besonders darauf geachtet werden, wie man die Teams berücksichtigt bzw. jene zu Wort kommen lässt, die nicht gewählt wurden.
Mit diesen Dankesworten, Gedanken, Vorschlägen und dieser Kritik wünsche ich dem Gremium eine konstruktive Sitzung und eine erfolgreiche Amtszeit.
An dieser Stelle möchte ich Alexander Fiedler und ein paar weiteren Personen für Informationen und Hilfe danken.
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